Schülerinnen und Schüler der Südschule beschäftigen sich intensiv mit Junker

2007-02-15 14:30 von Torsten Buncher

Ausstellung jetzt im Museumsanbau zu sehen

Lemgo. Am Anfang stand der Besuch des Junkerhauses, danach folgte die Arbeit in der Schule, und am Ende steht nun eine kleine Ausstellung im Museum Junkerhaus. Und darauf sind die Schülerinnen und Schüler der heutigen Klasse 3a der Südschule ganz besonders stolz. Noch in der zweiten Klasse hatten sie das Projekt "Junkerhaus" in Angriff genommen. Musuemsleiter Jürgen Scheffler sowie Karl-Heinz Richter und Karl Schölpert vom Verein Alt Lemgo bedankten sich am heutigen Morgen bei den Kindern sowie deren Klassenlehrerin Kerstin Christ und Ideengeberin Christine Beermann, Konrektorin an der Südschule.


Zum Ablauf: Am 22. Mai 2006 besuchte die Klasse 2a der Südschule mit ihrer Klassenlehrerin Frau Christ und der Konrektorin Frau Beermann das Museum. Die 32 Kinder wurden in zwei Gruppen geteilt und von Jürgen Scheffler bzw. Karl Schölpert ca. eine Stunde durch das Junkerhaus und die Ausstellung geführt. Die Schüler und Schülerinnen waren sehr aufmerksam und fasziniert bei der Sache. So ergab sich beispielsweise eine Diskussion unter einigen Jungen, ob Gottesbilder geschnitzt werden dürfen, als sie an einem Schrank das Kreuz Jesu entdeckten.

Im Kunstunterricht in der Südschule bekam die Klasse dann den Auftrag, jeder sollte ein Holzstück zu einer Zierleiste nach dem Vorbild von Karl Junker bearbeiten. Nachdem die Regeln für die Benutzung der Werkzeuge gemeinsam erarbeitet wurden, gingen die Schüler und Schülerinnen hochmotiviert an die Arbeit. Jeweils in Gruppen bekamen sie eine Holzleiste, die sie zunächst mit Sägen gerecht teilen und dann die einzelnen Stücke mit Feilen, Raspeln und Schmirgelpapier bearbeiten mussten.

In den sechs Schulstunden haben alle Kinder konzentriert und mit großer Freunde gearbeitet. Besonders die Interaktion innerhalb der Klasse viel sehr positiv auf, sei es durch direkte Hilfestellungen bei der Bearbeitung des Holzes oder einfach durch das Geben von Tipps für die Weiterbearbeitung. Die fertigen Zierleisten wurden mit einigen Leihgaben aus dem Junkerhaus auf dem Schulfest am 9. Juni 2006 ausgestellt.

Im Deutschunterricht wurde die Frage aufgestellt, warum hat Karl Junker solch ein Haus gebaut. Die Sage vom Junkerhaus war nur einzelnen Kindern bekannt. Es wurden aber auch noch weitere Ideen gesammelt, aus denen sich eine Geschichte erfinden ließ. Dann schrieben die Schüler und Schülerinnen ihre "Sage vom Junkerhaus" auf. Anschließend konnten sie in den Freiarbeitsphasen ihre Texte übearbeiten und mit den Schreibcomputern der Schule für die Veröffentlichung abtippen.

Nach den Sommerferien ergab sich die Möglichkeit, eine alte Kommode mit den Zierleisten der Kinder zu gestalten. Die Kommode, einige Texte und Fotos zu diesem Projekt wurden nach den Herbstferien dem Junkerhaus zur Verfügung gestellt. Karl Schölpert war es schließelich, der dann die kleinen Ausstellung zusammenstellte.

So könne man nun auswärtigen Besuchern zeigen, dass sich auch junge Lemgoer intensiv mit Junker befassen, so Scheffler. Die Ausstellung kann auch für andere Grundschulen als Anregung dienen, mit ihren Klassen das Junkerhaus zu besuchen und die Erfahrungen des Museumsbesuchs in unterschiedlichen Fächern in der Schule zu vertiefen.

 

Quelle: lemgo-news.de

 

 

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