Kinderparlamentarier tagen im Ratssaal und stellen einige kluge Fragen

2012-02-11 10:54 von Torsten Buncher

Südschüler sind dem Bürgermeister ganz nah

Lippische Landeszeitung vom 11./12.02.2012

 

Lemgo. Die neunjährige Luise findet, dass es in Lemgo mehr große Spielplätze geben sollte. „Gut verteilt und überall“, sagt sie. Bürgermeister Dr. Reiner Austermann hört genau hin. Das Stadtoberhaupt stand gestern einem besonderen Gremium im Ratssaal Rede und Antwort: dem Schülerparlament der Südschule.

Die 22 gewählten Klassenvertreter im Alter von sechs bis zehn Jahren hatten sich in einer vorhergehenden Sitzung auf den Besuch beim Bürgermeister vorbereitet. „Sie werden einiges fragen“, kündigte Schulleiter Torsten Buncher an. In der Tat: Hannah (8) wollte beispielsweise wissen, was aus der Ostschule wird. „Das ist noch nicht entschieden“, sagte Austermann. Aber: „Wenn die Schülerzahlen immer kleiner werden, müssen wir überlegen, ob wir aus den beiden Standorten Ostschule und Brake nicht einen machen, der dann so groß ist wie eure Südschule.“

Immer wieder tauchte im Saal das Thema Spielplätze auf: „Die Stadt muss sparen. Wenn wir von den 43 Plätzen 23 schließen, geben wir im Jahr 200 000 Euro weniger aus“, rechnete Austermann vor. 

Nick (9) wollte wissen: „Warum soll der Spielplatz Laubke geschlossen werden, der hat doch erst vor ein paar Jahren neue Geräte bekommen?“ Danach würde die Auswahl nicht getroffen, betonte der Bürgermeister. Und: „Wir schmeißen die Spielgeräte nicht weg, wir werden sie woanders aufstellen.“ (Rei)

 

Für jeden eine Unterschrift: Die Mitglieder des Schülerparlaments der Südschule (mit weißer Mütze das jüngste Mitglied, die sechsjährige Nele) bitten Bürgermeister Dr. Reiner Austermann zum Abschied um ein Autogramm. Foto: Reineke

 

Quelle: Lippische Landeszeitung vom 11./12.02.2012

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