Blick über den Zaun
Die Südschule ist Mitglied im Schulverband "Blick über den Zaun" und steht damit in einem Netzwerk mit derzeit über 120 anderen reformpädagogisch orientierten Schulen (Stand Herbst 2010).
Organisiert ist der Schulverband in Arbeitskreisen von 6-10 Schulen. Gemeinsam arbeiten die Schulen eines solchen Arbeitskreises an der Verbesserung ihrer Einrichtung. Dafür besuchen sie sich als "kritische Freunde" zweimal pro Jahr in Schulbesuchen, so genannten "peer reviews", d.h. jeweils zwei Vertreter/innen aller Schulen besuchen eine Schule.
Der Reihe nach werden so alle Schulen besucht und erhalten Rückmeldungen, wie sie ihre Schule verbessern können, aber auch, was bereits so gut ist, dass man es mit an seine eigene Schule nimmt.
Grundlage dieser Arbeit ist das gemeinsame pädagogische Verständnis von einer Schule für das Kind. Der Schulverband hat deshalb auf Basis eines Leitbilds Standards für eine gute Schule entworfen. Diese Standards sind Grundlage für eine Entwicklungsarbeit im Kollegium aber auch die gemeinsame Basis bei den gegenseitigen Besuchen.
Die grundlegenden Überzeugungen des Schulverbunds sind diese:
- Es geht in der Schule um einzelne Menschen, die Kinder und Jugendlichen. Die Schule ist für sie da und nicht umgekehrt. Wir müssen sie in ihrer Unterschiedlichkeit annehmen und die Schule von ihnen und ihren Bedürfnissen her denken.
- Lernen ist eine Sache der ganzen Person. Erfahrung und Erlebnis gehören ebenso dazu wie Belehrung und systematisches Üben.
- Werte müssen täglich gelebt werden, ebenso wie demokratisches Handeln. Das ist keine Sache einzelner Fächer, sondern des Schullebens.
- Gute Schulen entstehen nicht von selbst und kommen nicht von "oben". Verantwortlich für eine Schule sind diejenigen, die sie gestalten.
Die Schulkonferenz der Südschule hat sich durch die Mitgliedschaft dazu verpflichtet, die Südschule entsprechend dieser Grundsätze zu verbessern und die Standards als Entwicklungsgrundlage zu sehen.
Mehr zum Schulverbund unter: www.blickueberdenzaun.de.
Im Downloadbereich werden zukünftig die Arbeitsergebnisse, d.h. die Umsetzung der Standards an der Südschule veröffentlicht.
Torsten Buncher, Schulleiter und zugleich Sprecher des AK 11
Erstes Treffen des Arbeitskreises 11
Am ersten gemeinsamen Treffen von Sonntag, dem 29.11.09, bis Dienstag, den 01.12.09, in der Gesamtschule Bremen-Mitte, nahmen Frau Senge und Herr Buncher teil.
Der Austausch mit Kollegen aus sechs Bundesländern und gänzlich unterschiedlichen Schulstrukturen war rege und hoch spannend, kamen doch in den Gesprächsrunden jeweils mehrere Jahrhunderte Berufserfahrung zusammen.
Alle Schulen haben sich den gleichen Zielen verschrieben, doch die Wege sind sehr verschieden und jeweils berechtigt.
Die besuchte Schule erhält Anregungen und Hinweise. Die Besucher nehmen Eindrücke mit und haben im Diskurs die Philsophie hinter der eigenen Schule überdacht und geschärft und fahren somit reich beschenkt nach Hause.
Wir sind froh, uns dem Verbund angeschlossen zu haben. Das nächste Treffen im April 2010 wird in der Südschule stattfinden.
Zweites Treffen des Arbeitskreises 11
Das zweite gemeinsame Treffen ifand statt. Der Arbeitskreis 11, zu dem wir gehören, traf sich von Sonntag, dem 25.04.10, bis Dienstag, den 27.04.10, bei uns in der Südschule.
Wir erlebten anregende Gespräche und Ideen für die weitere Entwicklung der Südschule. Unsere Konferenz erarbeitete zum Treffen mit Hochdruck an der Operationalisierung der pädagogischen Standards des BüZ für unsere Schule. Die Kolleginnen und Kollegen unserer Partnerschulen hospitieren und führten mit Kinder, Elterm, ErzieherInnen und LehrerInnen Gespräche, um dann der Schulleitung Vorschläge für die weitere Entwicklung unserer Schule unterbreiten.
Die Fremdwahrnehmung der Arbeit an und in der Südschule durch "kritische Freunde" ist ein Baustein des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, zu dem neben Fortbildungen auch Teilnahmen an Wettbewerben zählen..
Wir freuen uns über diesen Besuch!
Lemgo. Einen "Blick über den Zaun" erhaschten 13 Lehrerinnenn und
Lehrer des gleichnamigen Schulverbundes von Sonntag bis Dienstag in der
Südschule Lemgo. Der Arbeitskreis, dessen Sprecher der Südschulleiter
Torsten Buncher ist, traf sich in Lemgo, um die Südschule unter die Lupe
zu nehmen und zu beraten. "Peer Reviews", Beobachtungen unter Gleichen,
sind ein Mittel der Standardsicherung und Weiterentwicklung.
Über
100 Schulen aller Schulformen bilden den Schulverbund, der sich zum Ziel
gesetzt hat, die Schule und den Unterricht konsequent vom Kind und
seiner Personentwicklung her zu denken. Halbjährlich treffen sich
deshalb die Mitgliedsschulen reihum zu Unterrichtshospitationen und
Begutachtung der Schulprogramme an den Standorten.
Zu Besuch in
Lemgo waren Vertreter von Grundschulen und Gesamtschulen, einer
Montessorischule, einer regionalen (Sekundar-)Schule und der Lernwerft
aus Kiel, die Unterricht von der Klasse 1-12 mit allen Abschlüssen
anbietet. Vertreten waren damit Schulen aus fünf Bundesländern mit ganz
unterschiedlichen Profilen.
Hinzugekommen waren auch die ehemaligen didaktischen Leiterinnen der Laborschule und der Helene-Lange-Schule aus Wiesbaden.
Alle
zeigten sich angetan vom guten Zustand des Gebäudes und der
Außenanlagen. Begeisterung dagegen lösten das Schulklima und die
"Ernsthaftigkeit der Beschäftigung mit dem Lernen" der Kinder aus.
Eine
Besucherin fasste zusammen: "Ich war sehr beeindruckt von eurer Schule
und finde, dass ihr in bewundernswerter Weise einen Lebens- und Lernraum
geschaffen habt, in dem sich die Kinder so sichtbar wohl fühlen und so
gern und gut lernen, wie wir es gesehen haben. Das geht nur, wenn alle
Erwachsenen an einem Strick ziehen und ihre Arbeit von gemeinsamen
Überzeugungen getragen wird. Diesen (in der Rutter-Studie "Ethos"
genannten) Grundkonsens habe ich bei euch sehr stark wahrgenommen. Er
ist, so sagt diese Studie, der wichtigste Faktor für Schulqualität."
Quelle: Lemgo-News.de vom 29.04.2010
Drittes Treffen des Arbeitskreises 11
Zu Besuch waren wir diesmal in der Kieler Lernwerft. Faszieniert von dem Gedanken, eine Schule, vom Kindergarten bis zum Abitur, unter den Ideen des Club of Rome zu sein, haben die KollegInnen dort eine faszinierende Lernwelt geschaffen.


