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Comenius

Bericht im Lippe Magazin

Lippe Magazin  7. Jahrgang Nr. 6, Seite 40

In der Weihnachtsausgabe 2011 berichtete des Lippe Magazin über die drei lippischen Comenius-Regio Projekte. Die Südschule hatte, wie so oft, den Anfang gemacht

Mit Beginn des Schuljahres 2009 startete eine neues Zweijahresprojekt an der Südschule!

Gemeinsam mit dem Schulamt für den Kreis Lippe und den Lemgoer Museen eröffnen wir die Projektreihe "Comenius-Regio", mit dem East Riding of Yorkshire, der Beverley-Lemgo Twinning Association, dem William Wilberforth Institute in Hull und zwei Grundschulen in Beverley, der Keldmarsh Primary School und der Molescroft Primary School.

 

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"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."

 

Die Programmpartner haben sich vorgenommen, die Vergangenheit der Städte Lemgo und Beverley auf Gemeinsamkeiten hin zu untersuchen. Leitende Fragestellungen sind dabei unter anderem:

  • Wie haben Kinder im beginnenden 17. Jahrhundert gelebt und gelernt?
  • Was wurde in den Städten importiert, produziert und exportiert?
  • Was kann man heute noch davon erkennen?
  • Wenn Kinder Besuch aus den Partnerstädten erhalten, was würden sie von der Heimatstadt zeigen wollen?
  • Wie sollte ein Stadtführer aus Kindersicht aussehen? Welche Fotos und Texte benötigen wir dazu?
  • und, und, und...

Das erste Treffen ist terminiert! Gemeinsam mit den Vertetern des Schulamtes für den Kreis Lippe, Wilfried Starke und Martina Hörster, und dem Leiter des Museums Hexenbürgermeisterhaus, Jürgen Scheffler, besuchen am 05. und 06.11.09 Frau Kramer, Frau Christ, Frau Rählert und Herr Buncher die Partnerschulen in Beverley. Gemeinsame Treffen mit der Beverley-Lemgo Twinning Association und der Schulverwaltung des East Riding of Yorkshire sind fest geplant.

ShRInC

Das Bild zeigt v.l. Schulleiter Torsten Buncher, Schulrat Wilfried Starke, Museumsleiter Jürgen Scheffler, die Delegation aus Beverley, in der Mitte BM Dr. Reiner Austermann, die Schülersprecherinnen, Praktikantin Fiona Buncher und Lehrerin Kerstin Christ

n diesem Projekt untersuchen den teilnehmenden Schulen (Keldmarsh und Molescroft aus Beverley und die Lemgoer Südschule) zusammen mit ihren Partnern, der Universität und dem William Wilberforth Institute of Slavery and Emancipation in Hull, dem Hexenbürgermeisterhaus und den Partnerschaftsgesellschaften, was Gesellschaften zusammenhält und wie Migration alle beeinflusst.
Eine virtuelle Stadt mit Namen „Lemerley“ entsteht, quasi eine Fusion aus Lemgo und Beverley. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen die Lebenswelten der Kinder aus den beteiligten Ländern in Deutsch und Englisch erfahren.
Die Gäste aus England erwartete in den vier Tagen ein wahrhaft umfangreiches Arbeitsprogramm, darunter auch verschiedene Besuche in Museen, die ebenfalls in „Lemerley“ auftauchen, darunter das Weserrenaissance-Museum und das Frenkel-Haus.
An der Südschule waren von den Kinder Arbeiten zum Thema „My life in box“ (etwa: Mein Leben im Schuhkarton) angefertigt worden. Hier stellen die Kinder ihr Leben und ihr Zimmer in einer Kiste dar. Die Kinder in Beverley tun das Gleiche. Die so entstandenen hoch unterschiedlichen Belege für Kinderleben werden abfotografiert und in die virtuelle Lernwelt eingestellt. Dazu werden die Stimmen der Kinder aufgenommen, während sie ihre Boxen vorstellen.
Museumsleiter Jürgen Scheffler freute sich: „Bernd Kruwel“, der tatsächlich um 1700 im Hexenbürgermeisterhaus lebte, wird sein Leben ebenfalls vorstellen.“ Da sahen die (Kinder-) Zimmer und Lebensbedingungen noch ganz anders aus.
Gemeinsame Fortbildungen stehen auch auf dem Projektplan. Im Frühjahr hatten sich die Teilnehmer des Projekts intensiv mit den Auswirkungen von Migration auf die Städte Beverley und Lemgo befasst. Im Herbst stehen nun das Programmieren von Lernwelten und die Arbeit mit Smartboards® auf dem Programm
Direkt nach den Sommerferien fotografieren die Kinder die wichtigen Gebäude beider Städte, die Spiel- und Sportplätze und ihre Schule, die dann mit den Rathäusern „Lemerley“ bevölkern werden. Schulrat Wilfried Starke: „Wir haben in diesem Projekt ganz viel bewegt, vor allem Einstellungen zu England und zu Deutschland positiv geprägt.“
Lehrerin Kerstin Christ ergänzt: „Wenn wir das Projekt, ein wenig zeitverzögert durch den Vulkanausbruch, im September fortsetzen, wird die gemeinsame virtuelle Lernwelt für die Kinder unserer Schulen nahezu fertig sein.“
Beim Besuch in der Südschule hob Bürgermeister Dr. Reiner Austermann die Bedeutung der europäischen Projekte hervor und wünschte allen Projektbeteiligten weiterhin viel Energie bei der Realisierung dieses zukunftsweisenden Vorhabens. Ein Vorhaben, das die Partnerstädte noch näher zueinander bringt. Die Ausstellung „Trojanische Pferde“ aus Stendal, die nach Polen, in die Tschechische Republik und von Litauen über Lemgo nach Vandoeuvre gewandert ist, macht nun in Beverley Station. Dort wird sie beim nächsten Projekttreffen von Schulleiter Torsten Buncher, in Personalunion Vorsitzender der Partnerschaftsgesellschaft, eröffnet und von den dortigen Kinder bearbeitet und ergänzt, bevor sie nach Stendal zurückkehren wird.

 

 

 

Das Bild zeigt v.l. Schulleiter Torsten Buncher, Schulrat Wilfried Starke, Museumsleiter Jürgen Scheffler, die Delegation aus Beverley, in der Mitte BM Dr. Reiner Austermann, die Schülersprecherinnen, Praktikantin Fiona Buncher und Lehrerin Kerstin Christ.

Das laufende Projekt

Informationen über das laufende Projekt gibt es über die folgenden Webseiten:

 

Abschlussveranstaltung im Hexenbürgermeisterhaus

Lemgo. Am Mittwoch, 8. Juni,  findet ab 19.00 h im Lemgoer Museum Hexenbürgermeisterhaus die Abschlussveranstaltung zum Europaprojekt "ShRInC" (Sharing Ressources for Innovation and Cohesion)  des Kreises Lippe statt. Beteiligt waren auf deutscher Seite neben dem Schulamt für den Kreis Lippe, die Südschule in Lemgo sowie das Städtische Museum Hexenbürgermeisterhaus.

Auf britischer Seite waren neben dem East Riding of Yorkshire School Improvement Service zwei Grundschulen in Lemgos Partnerstadt Beverley mit von der Partie, sowie die dortige Partnerschaftsgesellschaft, die Universität Hull und das „William Wilberforce“ Museum in Hull.

Ziele dieses auf zwei Jahre angelegten Projektes waren u.a.:
• der inhaltliche Austausch der Schulaufsichtsbeamten
• die gegenseitige Beobachtung im Unterricht
• die Bearbeitung Themen (Migration) der Stadtgeschichte
• die gemeinsame Entwicklung von Unterrichtsmaterialien
• die Entwicklung von Themen zwischen Museum und Schule
• die Entwicklung der virtuellen Stadt Lemerley (Lemgo und Beverley)

Mit Unterstützung aus Brüssel konnten neben den Mitarbeitern des Schulamtes für den Kreis Lippe nahezu die Hälfte aller Lehrkräfte der Südschule Einblick in die Unterrichtswelt in England erhalten.

Auf der Lemgoer Habenseite stehen neben der Vertiefung der Kontakte in die Partnerstadt Beverley vor allem die gemeinsamen Projekt zwischen dem Museum Hexenbürgermeisterhaus und der Südschule, von denen nun alle profitieren können, die mit Kindern das Museum besuchen. Die Spielwelt um die Renaissance-Kinder „Bernd und Margarete“ wurde weiter entwickelt. Besucherkinder können in die Charaktere schlüpfen, Spiele aus der Zeit spielen und anhand eines Stadtplanes das zeitgenössische Lemgo erwandern.

An diesem Abend gibt es Kurzvortäge :
• Kerstin Christ und Matthew Britton zu "Auswirkungen und Veränderungen im Unterricht"
• Jürgen Scheffler zu „Museum und Schule“
• Torsten Buncher zu „Fördermöglichkeiten europabezogener Projekte“

In NRW waren im Jahr 2009 nur acht Projekte (30 in ganz Deutschland) genehmigt worden. Der finanzielle Gesamtumfang für Mobilitäten, Investitionen, Werkverträge mit Künstlern und Arbeitskosten betrug fast 100.000 €.
(Deutschland ist der Hauptempfänger europäischen Mittel bei Comenius und Comenius-Regio-Projekten)

www.Südschule-Lemgo.de www.Lemerley.weebly.com


Am 05.07.11 findet die Abschlussveranstaltung in Beverley statt.

 

Quelle: www.Lippe-news.de vom 03.06.11

Seit dem Schuljahr 2002/03 beteiligt sich die Südschule an europäischen Projekten

Seit dem Schuljahr 2002/03 beteiligt sich die Südschule an europäischen Projekten, die unter dem Titel "Comenius" gefördert werden. Mit Unterstützung der Europäischen Union konnten so u.a. Materialien für den Englischunterricht beschafft werden. Für Wörterbücher, Poster, CD-Roms, Plakate und Bilderbücher standen bisher über 1500,00 Euro zur Verfügung. Daneben konnten Sprachkurse für Lehrerinnen sowie Projektbesuche an insgesamt drei englischen und einer österreichischen Schule finanziert werden.

 

Logo Socrates - Comenius

 

Der Besuch in unseren Partnerschulen bietet gute Möglichkeiten, unsere eigene Arbeit kritisch zu reflektieren!

Viele Regelungen, die in Deutschland z.B. zu Verunsicherung und Diskussion führen, sind in England und Österreich oft seit vielen Jahren geübte und bewährte Praxis!

In England gehen alle Kinder, auch die vier- und fünfjährigen, ganztägig zur Schule und kommen damit gut klar. Sportliche Aktivitäten oder Freundschaften leiden nicht darunter. Die meisten Kinder besuchen Schulen in der Nachbarschaft. Jedoch können die Eltern ihre Kinder problemlos an einer anderen Schule ihrer Wahl anmelden. Eltern und Lehrer suchen gemeinsam mit dem Schulträger die Schulleitungen aus. Im Gegenzug stellen die Schulleitungen Lehrkräfte ein und entlassen sie gegebenenfalls. Alle paar Jahre besuchen die Schulinspektoren die Schulen und prüfen sie auf Herz und Nieren. Alle Kinder schreiben jährlich zentral gestellte Abschlussarbeiten. Unsere Partnerschule in Shibden Head erreicht dabei Spitzenwerte auf Landesebene.

An der nicht weit entfernt liegenden Schule in Bradford entstammen 95% der Schüler einem Migrationshintergrund. Diese Partnerschule leistet Hervorragendes auf dem Gebiet der Integration.

Unsere Partnerschule in Linz ist eine so genannte Übungsvolksschule. Im Bundesland Oberösterreich ist sie Dreh- und Angelpunkt der Lehrerausbildung. Alle Lehrkräfte haben Lehraufträge an der dortigen Akademie des Bundes. Zentrales Anliegen unserer Partner in Österreich ist u.a. die Stärkung des europäischen Gedankens, Freiarbeit und Umgang mit Montessori-Material verstehen sich von selbst.

In der von Haxthausen-Schule in Barntrup steht die Arbeit mit dem Rechtschreibmaterial nach "Sommer-Stumpenhorst" im Zentrum der Arbeit im 1. Schuljahr. Auf den Sportunterricht und die tägliche Bewegungszeit wird besonders Wert gelegt.

Impressionen von unseren Partnerschulen