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Spielen macht Schule

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Die Südschule hat dank ihres originellen und durchdachten Konzepts für ein Spielezimmer eine komplette Spielezimmerausstattung gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau!

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze! Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer.

Die Südschule hat sich an dem Aufruf der Initiative beteiligt und ein Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule vorstellt. Insgesamt gibt es 200 Gewinner: in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Mehr Zeit für Kinder e.V. und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL, Ulm) 2007 gemeinsam ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative dabei von den jeweiligen Kultusministerien. Um ein Spielzimmer für ihre Schule zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2009 Zeit ihre individuell erarbeitete Bewerbung an den Verein Mehr Zeit für Kinder zu schicken. Die  kreativsten Ideen sind nun von einer Fachjury prämiert worden und die Einrichtung der Spielzimmer erfolgte im Anschluss.

Spiele werden ganztägig in den Schulalltag der Südschule integriert. Die Ganztagskinder können ab 7 Uhr in die Schule kommen. Viele Kinder nutzen schon die Zeit vor dem Unterricht (Beginn: 7.45 Uhr oder 8.30 Uhr), um sich mit ihren Freunden auszutauschen und zu spielen. Der Unterricht selbst beinhaltet Freiarbeitsphasen, in denen die Schüler und Schülerinnen neben der Weiterarbeit in den Fächern auch auf die Gesellschafts- und Konstruktionsspiele zurückgreifen können. In den meisten Klassen gibt es zusätzlich Konstruktionsspielzeug. Viele Unterrichtsfächer werden durch Spielmaterial unterstützt, beispielsweise Figuren im Sach- und Religionsunterricht, Kognitionsspiele in der Mathematik oder Fischertechnik im Kunstunterricht. Jede Klasse hat zusätzliche eine Pausenspielkiste, in denen sich Pferdeleinen, Seilchen oder andere Kleinspielgeräte befinden. Die Ganztagsklassen haben zusätzlich in unserem Konzept von Anspannung uns Entspannung in den OGS Stunden am Vormittag die Möglichkeit, die Indoor- und Outdoormaterialien zu nutzen. Und ab Mittag steht allen OGS Kindern in ihren freien Phasen das Spielmaterial zu Verfügung. Zusätzlich gibt es in den Angeboten ab 15 Uhr Gruppen zu den Gesellschafts- und Kognitionsspielen, die nur auf Anfrage ausgegeben werden, die mit mehr Aufwand zu betreiben sind oder um die Kinder langsam an neue Spiele heranzuführen.


Gespielt werden darf in den Klassenräumen, in den Nischen auf den Fluren, in der Pausenhalle, im Bastel- und Ruheraum der OGS und auf dem Außengelände. Wichtig ist, dass die Kinder von Anfang an lernen, ihren Arbeitsplatz hinterher aufzuräumen und das Material wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückzustellen. Verlassen die Kinder mit einem Spiel den vorgesehen Raum, so müssen sie eine Lehrperson oder einen Erzieher darüber informieren. Alle Spielmaterialien haben einen festen Platz. In Absprache können alle Materialien auch an anderen Orten genutzt werden. In ihren freien Phasen können die Kinder selbständig das Spielangebot zu den bekannten Regeln (aufräumen...) nutzen. Spiele mit vielen Einzelteilen stehen teilweise unter Verschluss, können aber jederzeit ausgeliehen werden. Eingeführt werden diese Spiele oftmals durch einen Erzieher oder einer Lehrperson. Erzieher und Lehrer treffen sich zu gemeinsamen Spieleaktionen, um sich über das vorhandene Angebot auszutauschen, Material auszuprobieren oder einfach Spaß am Spiel zu haben.