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Jahrgangsübergreifend Lernen

Der für Besucher auffälligste und augenfälligste Unterschied unserer Schule zu einer „Regelschule“ ergibt sich aus der Tatsache, dass in unseren Klassen (Stammgruppen) Kinder des 1., 2. und 3. Schuljahres zusammen lernen und leben. Diese bewusst herbeigeführte Heterogenität bildet die Basis unseres Schulkonzepts.

Wir gehen davon aus, dass die so häufig angestrebte Homogenität einer Lerngruppe eine Fiktion ist. Die Richtlinien fordern deshalb mit Recht von allen Grundschulen eine differenzierte, individuelle Förderung. Wenn man die Unterschiedlichkeit von Kindern, was ihre Begabungen, ihre Fähigkeiten, ihre Herkunft usw. angeht, nicht nur anerkennt und akzeptiert, sondern schätzt, ist die Heterogenität von Lerngruppen nicht länger ein evtl. sogar lästiges Problem, sondern eine pädagogische Chance.

Diese Einsicht trägt Früchte, wenn man das Vertrauen entwickelt, die Kinder auch selbständig lernen zu lassen – und die Gelassenheit, als Lehrkraft auszuhalten, dass die Kinder eigene Wege gehen, und auch eigene Themen finden.  Das soziale Lernen ist in allen Tätigkeiten eingebettet. Dies beginnt bereits am ersten Schultag, wenn jedes neue Schulkind ältere Paten bekommt.

Wie geht das?

Der Unterricht an der Südschule gliedert sich in drei Bereiche:

  •  Trainingsstunden: Die Kinder arbeiten an Aufgaben in ihrem eigenen Tempo und bekommen individuell Hilfe von anderen Kindern oder der Lehrkraft. Dabei gilt: Wer mehr kann, kann schneller und an schwierigeren Aufgaben arbeiten und wer mehr Zeit benötigt, bekommt sie auch.
  • Gemeinsame Stunden: In den gemeinsamen Stunden arbeitet die ganze Lerngruppe an einem Thema oder einer Fragestellung. Hierbei sind die Aufgaben so offen gestellt, dass jeder nach seiner Leistungsmöglichkeit mitarbeiten kann.
  • Phasen der Jahrgangsstunden: In diesen Stunden sind entweder nur Teile der Klasse anwesend oder sie finden innerhalb der Trainingsstunden für Teile von Klassen statt. Hier thematisieren die Lehrkräfte ausgewählte Inhalte, die Instruktionen und Erklärungen nötig machen (Einmaleins-Einführung, Satzglieder, schriftliche Rechenverfahren…)